Neue Räume, klare Haltung
Moderne Architektur trifft auf warme Materialien, offene Flächen auf Orte der Begegnung: Mit dem neuen Standort hat das SRK einen Raum geschaffen, der mehr ist als ein Büro. Hier spiegeln sich Werte, Kultur und Haltung wider. Gleichzeitig bietet das Konzept alles, was für zeitgemässes Arbeiten entscheidend ist.
Welchen Unterschied macht gutes Licht für Ihren Arbeitsalltag, Frau Fenjo?
Gutes Licht hat einen enormen Einfluss auf die Atmosphäre. Gerade in unserem Umfeld, in dem wir täglich mit Menschen arbeiten, ist es wichtig, dass Räume hell und freundlich wirken. Es schafft eine positive Grundstimmung und erleichtert den Austausch. Besonders auch dann, wenn es um anspruchsvolle oder sensible Themen geht.
Die Fläche war bereits sehr schön ausgebaut – der Fokus lag bei diesem sanften Refresh den bestehenden Ausbau möglichst zu übernehmen und gezielt aufzuwerten. Wie ist das gelungen?
Genau, wir konnten den grössten Teil des bestehenden Mieterausbaus übernehmen. Das war auch einer der entscheidenden Gründe, warum wir uns für diese Fläche entschieden haben. Für uns spielte dabei beides eine Rolle: Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit. Wenn ein hochwertiger Ausbau vorhanden ist, der zu unseren Vorstellungen passt, macht es Sinn, darauf aufzubauen und das Beste daraus herauszuholen und dann nur dort Anpassungen vorzunehmen, wo es wirklich nötig ist. Genau das ist uns sehr gut gelungen, nicht zuletzt dank der grossartigen Unterstützung während des gesamten Projekts.
Mit Farben und Materialien kann eine komplett neue Wirkung erzeugt werden: Was war die Idee hinter den Naturmaterialien, u.a. mit Seekiefer natur?
Das Gebäude wirkt von aussen sehr modern, fast schon wie ein Hochhaus mit Manhattan-Feeling. Das hören wir auch oft von Besuchenden. Uns war es wichtig, diesen Eindruck beim Betreten etwas zu brechen und eine warme, einladende Atmosphäre zu schaffen. Mit Naturmaterialien wie Seekiefer wollten wir bewusst eine Umgebung gestalten, in der sich Mitarbeitende und Gäste gleichermassen wohl und willkommen fühlen.
Wie wurde der neue Marketplace konzipiert und welche Rolle spielt dieser nun im Büroalltag?
Der Marketplace heisst bei uns inzwischen Cross-Lounge und ist zu einem zentralen Treffpunkt geworden. Hier kommen wir zusammen. Für den Kaffee am Morgen, das Mittagessen, spontane Gespräche oder ein Feierabendbier. Die Cross-Lounge schafft Raum für Austausch und Begegnungen und spielt damit eine wichtige Rolle für unsere Unternehmenskultur.
Gab es beim Layout besondere Herausforderungen, vor allem für die «öffentliche Zone» mit Meetingräumen?
Die grösste Herausforderung war, den bestehenden Ausbau zu übernehmen und gleichzeitig für unsere Bedürfnisse weiterzuentwickeln. Gerade in der öffentlichen Zone brauchten wir unterschiedlich grosse Besprechungsräume. Hier den richtigen Spagat zwischen Offenheit und Rückzugsmöglichkeiten zu finden, war entscheidend. Deshalb haben wir viel mit Glasfronten gearbeitet und gezielt Akustikelemente eingesetzt. So bleiben die Räume hell und offen, bieten aber trotzdem genug Privatsphäre.
Inwiefern spiegeln die neuen Räume die Werte und Kultur des SRK wider?
Uns war wichtig, dass unsere Räume die Werte des SRK erlebbar machen. Menschlichkeit steht dabei im Zentrum: Wir wollten einen Ort schaffen, an dem sich Menschen willkommen und wohlfühlen. Gleichzeitig sollten die Räume eine professionelle Atmosphäre ausstrahlen. Diesen Anspruch haben wir mutig umgesetzt und das Feedback zeigt, dass unsere Haltung und Kultur sich in der Gestaltung deutlich widerspiegeln.
Gab es besondere Anforderungen seitens des SRK, die unbedingt berücksichtigt werden mussten?
Wie eben erwähnt, war es uns besonders wichtig, dass man unsere Werte spürt. Gleichzeitig mussten wir das Budget im Blick behalten: Ein grosser Teil des bestehenden Mieterausbaus sollte übernommen werden, damit wir gezielt dort investieren können, wo der Effekt am grössten ist. Ein Beispiel dafür ist die erwähnte Seekiefer: Wir wollten bewusst ein Naturelement einbringen. Etwas Warmes, Lokales und gleichzeitig Kosteneffizientes. Diese Entscheidungen haben das Projekt stark geprägt und passen perfekt zu unserem Kontext.
Welche Momente während der Umsetzung sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Es gab immer wieder Aha-Momente, sowohl im Projektteam als auch in der Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. Ein Standortwechsel ist für uns keine alltägliche Aufgabe, daher gab es viele neue Fragestellungen und spannende Herausforderungen. Besonders emotional war der Moment, als die Bauarbeiten abgeschlossen waren und wir unseren Mitarbeitenden erstmals die neuen Räume zeigen konnten. Zu sehen, wie neugierig und begeistert sie die Flächen erkundet haben, bleibt mir besonders in Erinnerung.
Und was war Ihr erster Gedanke, als Sie das fertige Office betreten haben?
Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Ich wusste sofort: Die neuen Räumlichkeiten werden gut ankommen und wir werden uns hier wohlfühlen. Es war ein beruhigendes Gefühl, verbunden mit viel Vorfreude auf die Zukunft.
Und wie haben die Mitarbeitenden auf die neuen Räume reagiert?
Der Standortwechsel war für viele zunächst eine grosse Umstellung, vor allem für jene, die lange am alten Standort gearbeitet haben. Entsprechend gab es in der Projektphase viel Unsicherheit und offene Fragen. Mit dem Umzug hat sich das jedoch schnell gewandelt: Sobald die Mitarbeitenden die neuen Räume betreten und erlebt haben, war die Begeisterung spürbar. Heute hören wir viel positives Feedback – zur Atmosphäre, zum Licht, zur Offenheit.
Wie war die Zusammenarbeit mit den Unternehmern aus dem Netzwerk 3. Raum?
Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten war durchweg positiv. Wir haben enorm von der Expertise des Netzwerks profitiert und sind dankbar, dass wir diesen Zugang gefunden haben. Das Projekt hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll es ist, mit erfahrenen Spezialisten zusammenzuarbeiten.