Die Liegenschaft war ein Glücksgriff.

Interview mit Peter Gisler, Schweizerische Exportrisikoversicherung (SERV)

Anfang 2021 bezog die Schweizerische Exportrisikoversicherung (SERV) ihren neuen Standort an der Genferstrasse im Herzen von Zürich. Geplant und umgesetzt wurden die Räumlichkeiten gemeinsam mit dem 3. Raum. Das Ergebnis: eine Arbeitswelt, welche die Kultur des Unternehmens perfekt widerspiegelt und aktiv fördert. Wie? Darüber spricht CEO Peter Gisler im Interview.

Schon ein kurzer Blick in Ihre neuen Büroräume verrät: Mit dem Umzug an die Genferstrasse hat sich bei der SERV weit mehr verändert, als nur die Adresse …

Ja, zweifellos. Wissen Sie, unser bisheriges Office am Zeltweg entsprach unserer Philosophie und Arbeitsweise schon lange nicht mehr.

Wie meinen Sie das genau?

Das interdisziplinäre Zusammenarbeiten wird bei uns heute grossgeschrieben. Es ist zentraler Bestandteil unserer Kultur. Darüber hinaus haben sich auch unsere Strukturen und Prozesse in den vergangenen Jahren massgeblich verändert. Früher waren sie klar hierarchisch geprägt, heute setzen wir eher auf netzwerkorientierte Organisationsstrukturen. Und genau damit konnten unsere bisherigen, kleinteiligen und von Einzelbüros bestimmten Räume nicht mithalten. Darüber hinaus ist unser Team gewachsen und wir brauchten mehr Platz. 

Was hatte Priorität bei der Suche nach neuen Räumlichkeiten?

Ich bin ein Verfechter der Wichtigkeit eines guten Standorts. Eine hervorragende Lage und attraktive Räume sind ein starkes Employer-Branding-Asset, davon bin ich überzeugt. Und schliesslich hängt der Erfolg unseres Unternehmens zum grössten Teil von unseren engagierten, kompetenten Mitarbeitenden ab. In die Peripherie zu ziehen, kam für mich also nicht in Frage. So war die Liegenschaft an der Genferstrasse natürlich ein Glücksgriff für uns. Von der Lage her, die kaum zu schlagen ist, aber auch was die Raumstrukturen betrifft.

Weshalb sind die Raumstrukturen so passend?

Für uns war klar, dass wir auf Open Space umstellen wollten. Jedoch keinesfalls als Grossraumbüro in einem einzigen, riesigen Raum für alle. Diese Veränderung wäre zu extrem gewesen. Hier am neuen Standort verfügen wir über insgesamt fünf Stockwerke, die sehr vielfältige Nutzungen zulassen. Dank einem durchdachten Innenausbau-Konzept konnten wir viel Offenheit schaffen, ohne dabei auf eine warme Wohlfühlatmosphäre und ein Gefühl von Geborgenheit zu verzichten. 

Was heisst das konkret?

Grundsätzlich sind die Arbeitsbereiche offen gestaltet, jedoch mit stilvollen Flächenvorhängen oder Akustiktrennwänden zonierbar. Individuell, flexibel und spontan, je nach Bedürfnis und aktueller Arbeitsweise. Darüber hinaus gibt es zahlreiche verschiedene Optionen, um sich zurückzuziehen oder auszutauschen, für kleine und grosse Kundenmeetings, für Telefonate oder für die ungezwungene Besprechung mit Kolleginnen und Kollegen. Und auch für ganz private Gespräche. Von der Sofa-Lounge über die Phonebooth bis zu den Sitzungszimmern mit Video-Conferencing. Apropos Video-Conferencing: Ich gehe fest davon aus, dass sich hybride Arbeitsformen durchsetzen werden. Sie werden zum «New Normal», das heute in aller Munde ist. Darum haben wir Wert darauf gelegt, diese Entwicklung auch in unserer IT-Infrastruktur abzubilden und eine Umgebung zu schaffen, die effizientes «Remote Working» unterstützt.

Und Sie, sitzen Sie auch im Open Space oder haben Sie ein separates Büro?

Natürlich habe ich keine «Extrawurst». Für mich stand immer fest: wenn Open Space, dann für alle. Schliesslich muss eine Firmenkultur auch vom CEO vorgelebt und mitgelebt werden, wenn sie richtig verankert werden soll. 

«Eine Firmenkultur muss vorgelebt und mitgelebt werden, wenn sie richtig verankert werden soll.»

Realisiert haben Sie den Umbau gemeinsam mit dem 3. Raum. Wie erlebten Sie die Zusammenarbeit?

Sehr angenehm und effizient. Wir stellten ein internes Team zusammen, welches das Projekt gemeinsam mit Ernst, von Petersdorff + Partner entwickelte und plante. Natürlich war es herausfordernd und viele Entscheidungen waren gefragt. Doch wir fühlten uns gut begleitet, in jeder Projektphase. Und trotz Corona gab es in der Umsetzung, in welche zahlreiche Netzwerkpartner involviert waren, keine Verzögerung. So konnten wir wie geplant und voller Vorfreude am 1. Januar 2021 einziehen.

Das war kurz bevor die Homeoffice-Pflicht kam …

Sie sagen es. Tatsächlich waren die neuen Räume bisher noch nie voll besetzt. Das ist natürlich etwas frustrierend. Aber das Feedback der Mitarbeitenden, die schon hier waren, war sehr positiv. Ich hatte aber auch nichts anderes erwartet (lacht). Unser neues Büro ist nämlich wirklich cool geworden. Grosszügig, stylisch, modern und dabei nicht «over the top». Eines meiner persönlichen Highlights ist die Cafeteria im Dachgeschoss. Mit vielen verschiedenen Sitzgelegenheiten, Lounge-Ecke, FELFEL-Kühlschrank, kompakter Küche und grossem TV-Screen.Und: mit der besten Kaffeemaschine der Welt! Dieser Raum gehört dem ganzen Team – hier wollen wir ganz einfach «de Plausch» haben.




Neugierig geworden?

Dann schauen Sie sich das Ganze doch etwas näher an.

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